• Partner werden
  • Login
  • | globe icon

Die Staatsoper eröffnet wieder!

Nach fast 5 Jahren Renovierung öffnet der prächtige Palast der Andrássy Avenue seine Türen wieder, um Opernliebhaber willkommen zu heißen.

Das Opernhaus von Budapest wurde am 27. September 1884 in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. eröffnet. An diesem majestätischen Abend dirigierte der ehemalige Musikdirektor, der große Komponist Ferenc Erkel.

Ein paar Fakten über die Oper

  • Das Viertel, in dem heute die Oper steht, war einst ein billiges Grundstück von Budapest, ein gefährlicher Ort für Besucher – selbst Baron Frigyes Podmaniczky, der für den Bau verantwortlich war, wagte es nicht, ohne seine Waffen dorthin zu gehen.
  • Kaiser Franz Joseph I. unterstützte die Bauidee unter der Bedingung, dass sie nicht größer als die Wiener Oper sein wird. Als er zur Eröffnungszeremonie ankam, stellte er fest, dass seine Bitte angenommen wurde: die Oper war kleiner als die Wiener Oper. Allerdings notierte er auch: „Ich habe vergessen zu sagen: Schöner sollte es auch nicht sein.“
  • Karten waren damals extrem teuer: Der Preis für eine Karte entsprach dem Preis von zwei Pferden.
  • Der Kronleuchter des Auditoriums wiegt fast 2 Tonnen. Es wird immer noch manuell durch menschliche Arbeit angehoben. Das Absenken des Kronleuchters dauert 25 Minuten, das Anheben jedoch fast das Doppelte.
  • Der Neorenaissance-Palast wurde von Miklós Ybl entworfen, die Skulpturen sind das Werk von Alajos Strobl, die Wandmalereien wurden von Károly Lotz, Bertalan Székely und Mór Than gemalt. Sie waren die besten Künstler dieser Zeit und gelten bis heute als die bedeutendsten Ungarn in Architektur, Bildhauerei und Malerei.

Highlights des Repertoires

Ab März 2022 – Die Große Wiedereröffnungsgala

Dirigent: Placido Domingo

Ab 13. März 2022: Ferenc Erkel: László Hunyadi

János Hunyadi ist für das Läuten der Glocken weltweit verantwortlich; Mátyás Hunyadi ist der Held einer Reihe von Volksmärchen; László Hunyadi inspirierte „nur“ eine Oper. Eine Oper, die eigentlich über seinen jüngeren Bruder, dem letzten großen König von Ungarn handelt, oder zumindest über die Ereignisse, die zu seiner Herrschaft führten.

Ab 14. März 2022 – Sir Kenneth MacMillan / Liszt Ferenc / John Lanchbery: Mayerling

Kenneth MacMillans viertes abendfüllendes Ballett erzählt die tragische Geschichte des österreichischen Thronfolgers und seiner Geliebten. John Lanchbery wählte die weltberühmte Ballettmusik aus dem Oeuvre eines ungarischen Komponisten aus. Die Rolle von Rudolf ist eine der schwierigsten in der Geschichte des Balletts, wobei der psychologische und emotionale Zusammenbruch des Kronprinzen in zwei außergewöhnlich intensiven Pas de deux dargestellt wird.

Ab 24. April 2022 – Giuseppe Verdi: Simon Boccanegra

Dies ist die Geschichte des Genovaner Dogen, ein Werk, das unglückselige politische Schlachten verurteilt und zur Freundschaft innerhalb der italienischen Nation drängt. Seit 1881 erobert es die Opernbühnen der Welt. Als besonderer Gast singt Placido Domingo zweimal die Rolle von Simon Boccangera.

Ab 15. April 2022 – Richard Wagner – Parsifal

In seinem letzten Musikdrama bettet Wagner die Angst vor den Versuchungen der Welt und die sündigen Sehnsüchte in eine Erlösungsgeschichte ein. Das Werk ist in der Tat eher ein Festspiel für die Bühne als eine Oper. Die visuelle Welt dieser neuen Produktion unter der Regie des künstlerischen Leiters András Almási-Tóth wird von Sebastian Hannak gestaltet, der auch hinter dem Look von Porgy and Bess und The Fairy Queen stand.

Ab 15. Mai 2022 – Richard Wagner – Götterdämmerung

Freundschaft, Liebe, Gelübde, Verträge, Gästerechte – all dies sind Grundwerte, die in Krisenzeiten wertlos werden können. Richard Wagners monumentale, romantische Ring-Tetralogie ist nicht nur eine kuriose Geschichte deutscher mythologischer Helden. Es geht auch um den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wandel und die Wertekrise der letzten zweihundert Jahre und auch der Gegenwart.

Ab 5. Juni 2022 – Giuseppe Verdi – Don Carlo

Verdi hat Schillers Drama – ein Werk, das fast in jeder Zeile von gesellschaftlichen und politischen Ideen durchdrungen ist – in Musik gegossen, die individuelle Emotionen und spirituelle Schwingungen betont.

Worte von Frank Hilbrich, dem Regisseur der Produktion: „Verdi stellt in Schillers Bühnenstück Don Carlos mit grandioser Musik eine schmerzliche Anerkennung dar. Es gibt keinen anderen Komponisten, für den die individuelle Freiheit eine solche Bedeutung hätte. Mit dieser Oper zeichnet er ein erschreckendes Bild der menschlichen Zivilisation.“

Für aktuelle Programmpläne und Tickets, melden Sie sich an qth@qth.hu!